Benninghofen


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ME Bf 109 E XL-Prototyp, LM

RC Modellbau > Flugzeuge, Elektro > Schaum

Messerschmitt Bf 109 "Emil" aus EPP in XL von LM Model

Prototyp

Spannweite rund 1,1 Meter, Abfluggewicht ab 600 Gramm. 257 Gramm zeigt die Waage mit allen Bauteile aus dem Baukasten.
Robbe Roxxy 3545-12, 11*6,5" SloFly. Servos der 9-Gramm-Klasse auf jedem Querruder und auf Höhe. 3s1p 2200er Lipo.

Libor von LM Model hatte im RCLineForum gepostet, er hätte was Neues. Eine Messerschmitt in XL im Gegensatz zu seinen normalen Baukästen mit 85 cm Spannweite. (Seine P-51 B gab es nur als Kleinserie und die Focke Wulf 190 mit über 1 m Spannweite kam irgendwie zu früh auf den Markt.)

Aber im Zeitalter der Parkzone-Kisten wie Corsair, Mustang und Mentor muß man ja reagieren. Ich habe mich direkt als Betatester gemeldet und den Zuschlag erhalten. Puh. Glück gehabt. Denn wie der folgende Bericht zeigt, ist der Flieger die Wucht!

Der Kartoninhalt

Besonders war ich vom Hecksegment begeistert. Diese Anformung. Klasse!

Baukasteninhalt mal ausgebreitet.

Die Flächen hatte für meinen Geschmack zu viel V-Form. Also habe ich einen Keil mit oben 5 und unten 0 mm dazwischen geleimt.

Den Kinnkühler ankleben und leicht die Kanten brechen ist eine Sache von Sekunden.

Um das Cockpit habe ich mich auch gekümmert. Ausgeschnitten und mit Edding Typ 750 (Lackstift mit Mischkugel) angemalt.

Das Leitwerk wurde ausgemessen und das Seitenleitwerk schön mittig aufgeklebt.

Fast so sieht es aus, wenn es fertig montiert ist.

Auch die Flächenkühler wurden aufgeklebt. Innenkante der Kühler fluchtend zum Rumpf.

Damit die Flächen passen, wird auf 220*85 mm weggekürzt. Am Stoss vorne als auf 85 mm abgeflacht. Von dort nach hinten eine Linie bei 220 mm. Und zwischen den Querrudern sollten auch 85 mm Platz sein, damit man die Flächen mit dem Rumpf verheiraten kann.

Der Motorspant ist selbst gesägt, da mit die von Libor angedachte Hintespantmontage nicht zusagt.

Für die Servos male ich immer den Umriss auf. Dann wird auf einem Skalpell ein Strich gemacht, der beim Schneiden noch sichtbar sein soll, wenn die maximale Tiefe = Servodicke erreicht ist. Ich schneide innerhalb des Umrisses. Dann wird der Kern mit einer Zange rausgepopelt und dann der Boden dieses Loches mit einem Dremel mit Fräser geglättet.

Im Höhenruder wurden mit dem Skalpell Schlitze geschnitten. Kohleflachprofile 3*0,8 mm eingelegt und mit Sekundenkleber getränkt. So wird das Ruder schön hart und verzieht sich kaum noch einseitig. Das mitgelieferte Ruderhorn wird eingesägt, mit diesem Schlitz auf das Kohleprofil in einen Schlitz rechtwinklig dazu gesteckt und dann ebenfalls mit Sekundenkleber eingeklebt.

Der erste Lack ist drauf. Vorbild war ein Flieger eines in Griechenland stationierten Jagdgeschwaders. Fand ich nett, da mich die Rumpfseitentarnung an den Boden eines Swimming pools erinnerte. Aber den Effekt habe ich so leider nicht hinbekommen.

Embleme für Anfänger. Teil 1

Man suche sich im Internet eine passende Vorlage (Suchbegriff DECAL) und packe die Datei in ein Grafikprogramm. Passend skalieren und ausdrucken und ausschneiden. Dann auf das Modell legen und mit Edding Lackstift schön vom Papier aus auf´s Modell malen.

Und dann sieht das so aus.

Lack von unten: Grau und Himmelblau. Für die Fluglageerkennung gelbe Flächenenden.

Der Pilot lief mir irgendwann über den Weg. Das ist ein Motorradschlumpf ohne Krad. Tja. Noch guckt er ganz freundlich. ABWARTEN!

Kanzelstreben aus selbstklebendem, sehr festen Aluband. Als ich die Kanten mit Sekundenkleber gegen Aufrollen sichern wollte, blühte der Kleber aus. Aber mit dem Dremel und einem trockenen Baumwollpolierer ging das zum Glück problemlos ab. Puh!

Und dann der Erstflug. Genau zwischen 2 Wolkenbrüchen. Ein Kollege mit einer Fly2Air-Corsair meinte, auch noch dort rumtuckern zu müssen. Jörg hat sie mir geworfen und auch die Fotos geschossen.

Problemlos, schnell, überhaupt nicht giftig. Ein Traum von einem Flieger. Sogar bei der Landung langsamst und kaum Abrissneigung. Libors mit Abstand bester Flieger, meiner bescheidenen Meinung nach. Und da die anderen Produkte von ihm ebenfalls sehr gut sind...

Allzulange ist sie nicht bei mir geflogen. Ich bekam eine EMail mit dem Wunsch, den Flieger doch bitte nach Berlin zu verkaufen. Man machte mir ein sehr vorteilhaftes Angebot. Und so wurde sie zerlegt und trat den Weg nach Berlin an. Dort blieb sie allerdings ungeflogen und wurde wegen Hobbyaufgabe über die E-Bucht verkauft. Zu einem wirklich jämmerlichen Preis, der gerade die Neupreise für den Motor und 1 Servo deckte. Das tat mir echt weh.

Aber der neue Besitzer meldete sich bei mir und hat scheinbar Spass an "meiner" ME. Hoffentlich bleibt das so!

Unten die Bilder vom Erstflug. Und ich muß betonen: Keins der Fotos ist retuschiert!

Ansehen, genießen und staunen!

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