Benninghofen


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Kawasaki Ki 61i Hien "Tony", Arkai

RC Modellbau > Flugzeuge, Elektro > Holz

Die Kawasaki Ki61i Hien "Tony" von VQ, Vertrieb Arkai, aus Sperrholz, Balsa und GFK

Rund 1,65 m Spannweite, Abfluggewicht 3,02 kg.
Brushless mit 510 kv und 1,7 kW maximal.
2 serielle 3s1p4000 LiPos als 6s, Luftschraube 3 Blatt 15*8" Graupner Super Extra.
4 Servos Futaba S3003, 1 Hitec HS75BB für das EZW.

Ein echter Knaller. Nach verschiedenen Umbauten als E-Flieger unterwegs. Wer braucht schon Sprit in diesem Maßstab?

Kartoninhalt. Auslegung als Verbrenner mit Tank und Motorhalter für 2- oder 4-Takter.

Das Spornrad mit seinen Anlenkungen. Leicht umgebaut, weil die Anlenkung gemäß Anleitung nicht gepaßt hätte.

Eine Akkuklappe wurde ausgesägt. Akkuwechsel nur, wenn die Fläche demontiert ist? Nicht mit mir!

Weil ich Platz für die Akkus brauchte, habe ich das Servobrett versetzt.

Der Motorhalter für Sprit-Vernichter. Das Motorkreuzchen eines großen BL wurde einfach mit Spax-Schrauben vorne vor geschraubt. Und das hält sogar!

Mittlerweile habe ich an der Optik was gemacht (nach dem Erstflug, der unten beschrieben wird).
Die Hutze ist aufgeklebt und mit passender Farbe an den Rest angeglichen. Schmauch, Lackabplatzer und so auch.

An einem netten Tag im Sommer 09 fand der Erstflug statt. Der Kollege, der mir schon die kleine Holz-ME eingestellt hatte, hatte das Vergnügen, sie zum allerersten Mal in die Luft zu befördern. Denn meine Hose war gestrichen voll. Ein Flieger mit über 1,5 m Spannweite aus Holz und GFK, einem Motor, der maximal 1,7 kW leistet und einem Neu-Wert von über 500 Euro ist halt keine Schaumwaffel mehr. Logisch, daß ich etwas nervös war.

Doppelte Ruderkontrolle und ein wenig Roll-Übungen am Boden habe ich mir gegönnt, als ich auf die Kollegen mit Kameras und sonstige Zuschauer wartete. Am Boden ließ sie sich ganz gut manövrieren.

Dann kam mein Einflieger. Gas rein und hoch mit dem Eimer. Oha. Flott ist untertrieben. Die Hien startet mit Halbgas. Und fliegt ruhig und folgsam. Landung.

Und dann bekam ich die Funke in die Hand gedrückt mit den Worten: "Die fliegt wie ein EasyStar. Total leicht. Hier. Jetzt bist Du dran!"

Lustig war die ungewohnte Koordination, daß Heck beim Anrollen mit Höhe auf dem Boden zu halten und gleichzeitig mit Seite das Drehmoment auszugleichen, was sie in einem großen Bogen nach links ausbrechen ließ. Höhe nachlassen, das Heck hebt sich. Gas ganz rein: HUI!!!!!!

Die Landung war nicht so schön: Ein Hund war auf einmal im Weg. Mit Herrchen. Zum Durchstarten war ich zu tief. Also angedrückt. Der Hüpfer war nicht von schlechten Eltern. Aber ausser dem Flieger (leicht verbogenes Fahrwerk und Motorhalter) ist keinem was passiert.

Mittlerweile sind die leichten Schäden behoben. Aber mit diesem Riesenbrummer fliege ich nur noch auf richtigen Modellflugplätzen. Das ist sicherer. Auf ein wenig Umsicht von Spaziergängern kann man nur sehr selten hoffen.

Nachtrag, der nur fast zum Thema paßt:

Uneinsichtigkeit beim Hundehalter. Dabei stehen dort extra Schilder: "Bei Flugbetrieb ist das Betreten der Wiese verboten!" Aber wer kümmert sich denn schon um offensichtlichen Flugbetrieb, wenn der Fifi mal muß? Auch das stehen bleiben und miteinander Quasseln der Herrchen MITTEN auf der Landebahn gehört zu meinen Favoriten. Oder der Flieger, der beim Anrollen durch ein kleines Häufchen von der Größe eines Fußballs fährt...

Von der Dogge, die ihre niedlichen Pfötchen auf meine Schultern legte und mir tief in die Augen schaute, rede ich mal gar nicht. Und das war zu der Zeit, als ich noch ziemlich eierig meine MiniMag flog. Versuchen Sie dann mal zu steuern...
"Der tut nix!" Janee, ist klar. Und wer reinigt meine Unterwäsche?

Fazit:

Der Bau hat mir einige Schwierigkeiten bereitet.
Achtung: Das hängt damit zusammen, daß 1) der Flieger zum Betrieb mit Verbrenner-Motoren ausgelegt ist und 2) ich mit der Hien meinen ersten großen Holzflieger zusammengebaut habe!

Ein paar Kleinigkeiten gibt es trotzdem anzumerken:
-Die Anlenkung des Hinterrades läßt sich nicht wie geplant bauen. Das ist für mich klar ein Konstruktionsfehler. Aber kein entscheidender.
-Sowohl Bauanleitung als auch Karton sprechen von einer Spannweite von 1,54 m und einem Abfluggewicht von 2,7 kg. Realistisch sind eine Spannweite von 1,62 m und ein AUW von 3,02 (bei mir) bis 3,6 kg.
-Die ganze Konstruktion ist recht stabil (gut für mich), aber eben für Verbrenner ausgelegt und damit stabilitätsmäßig für einen Betrieb mit Elektromotor etwas überdimensioniert. Da könnte eine leichtere EP-Version sogar bei 6 cm mehr Spannweite die 2,7 kg einhalten.
-Die Bauanleitung ist ein Faltblatt, in dem mehrere Bauschritte zusammengefaßt wurden. Auch die notwendige Reihenfolge der Montage von Seiten- und Höhenruder ist nicht angegeben.

Aber mit ein bisschen Logik ist aus dem Ding ein prima Flieger zu zaubern, der mit den angegebenen Ruderausschlägen prima fliegt.


Fazit II:

Nach nur 2 Flügen kann ich persönlich noch kein fachmännisches Urteil abgeben. Aber allein die Tatsache, daß der Eimer meine "Landung" ohne größere Schäden überstanden hat und vorher von mir mit weichen Knien, Zappeldaumen und Tunnelblick geflogen werden konnte, spricht ganz klar für das Modell.

Laut diversen Foren-Berichten ist der Hersteller VQ schon fast ein Garant für gute Flugzeug-Baukästen und einen problemlosen Flugbetrieb.

Bei dem Verkaufspreis der Tip Nr. 1 für größere Warbirds, die auch mal einen Anfänger nicht dumm da stehen lassen.

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