Benninghofen


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


FPV 5,8 GHz: Die Realität

RC Modellbau > First Person View FPV

Die Realität des FPV mit 5,8 GHz, sogar mit OSD

FPV-Grundgerüst:
Von den auf der vorigen Seite aufgeschriebenen Anforderungen sind nur
wenig übrig geblieben. Denn wie sich auch die Sendeleistung zum Quadrat
vergrößern muß, um die doppelte Reichweite zu erzielen, steigt auch der
Geldaufwand rapide an, wenn man mehr als die Standardkomponenten
wählt, weil man mehr will als die "normalen" 200 m Reichweite. Dann muß
man nämlich, wenn man schon die maximal erlaubten 25 mW Sendeleistung
nutzt, massivst in Antennen- und Empfangstechnik investieren.

Mittlerweile bin ich stolzer Besitzer eines solchen einfachen Sets. Also im
Flieger eine Mini-Kamera und ein analoger Videosender mit den in Deutschland
maximal erlaubten 25 mW Sendeleistung. Bodenseitig einen 5,8 GHz Empfänger,
eine sogenannte Patchantenne mit Richtwirkung und eine Videobrille.

Geflogen wurde das Set auf einem J-Power "Phoenix", der fast identisch mit dem
"EasyStar" von der Fa. Multiplex ist. Geflogen wurde mit Brille und sowohl Start
und Landung wurden vom "Copiloten" übernommen. Ein Freund hatte sich per
Lehrer-Schülerkabel eingeklinkt und übernahm im normalen Sichtflug die schwierigen
Passagen sowie die Stellen, als die Videoübertragung gestört war.

Erfahrungswert: Genial!



Erweiterung 1 erwünscht!

Erweiterung? Ja, mir als altem PC-Flugsimulatorfan (Wer erinnert sich noch an
FALCON von MicroProse?) fehlte da was...

Genau. Die Anzeigen des HUD bzw. Head Up Display. Mit so nützlichen Informationen
wie Geschwindigkeit, Höhe, Vektor zum nächsten Wegpunkt usw.

Und das gibt es! Verschiedene Daten werden von einem am Flieger befestigten Platinchen
in das Videosignal eingespeist und das Ganze kann man dann in der Videobrille sehen.

Nee, doch nicht. Die Platine für die Einspeisung nennt sich OSD, also OnScreenDisplay.
Und was zeigt das an? NICHTS! Denn es fehlt noch die Datenquelle. Ein sogenannter
Logger. Der sitzt wie eine Spinne im Netz der Kabel im Flieger und gibt Daten wie momen-
tanen Akkustrom, Spannung und so weiter an das OSD weiter.

Gut. Jetzt ist also die Sicherheit da, nicht mitten im Flug die ganze teure Elektronik
wegen "out of Strom Error" abstürzen zu sehen. Aber da gibt es noch mehr Spielereien.

Wie z. B. ein GPS. Das wird an den Logger gesteckt und liefert Höhe, Geschwindigkeit,
Richtung zum Menschen mit VR-Brille und Fernsteuerung.

Einen künstlichen Horizont (ja, auch das gibt es!) habe ich mir gespart.

Erweiterung II erwünscht!

Tja. War es das? Es funktioniert. Aber die Reichweite ist wetterabhängig
und die Richtfunkstrecke ist, je höher die Frequenz, quasioptisch.

Was heißt das? An einem guten, warmen und trockenen Tag habe ich eine
Entfernung vom Empfänger (also mir) von 380 m erreicht, bevor das Bild
in der Brille zusammen brach und ich meinem Copiloten zurufen mußte:
"Das Bild ist weg. Übernimm´ mal bitte!"

Was fehlt also? Genau. Mehr Reichweite. Ohne jetzt auf Patchantennen,
Abstrahlwinkel, Gewinnantennen und so weiter eingehen zu wollen:

Die vorhandene Antenne bekommt bessere Daten, wenn sie GENAU auf
den Flieger zeigt. Und weil sich der Flieger bewegt, muß sich auch die An-
tenne bewegen. Häh? Ja, genau. Die Antenne wird kardanisch befestigt
und mit 2 Servo-Motörchen genau auf den Flieger gerichtet. Das kann
zum Glück automatisch passieren.

Denn meine OSD/Logger/GPS-Kombination (siehe oben) liefert in der sog.
Austastlücke des Videosignals ja seine GPS-Position mit. Und ein kleines
Kästchen am Boden kann das auswerten und per Servos die Antenne nach-
führen.

Das Kästchen nennt sich Ground Station und ist jetzt auch da:

Erweiterung III erwünscht.

Die o.g. Ground Station kann durch die Antennennachführung
nicht nur die Reichweite verbessern, sondern durch eine beson-
dere Technik auch die Videoqualität verbessern: Das Empfänger-
diversity.

Was ist das schon wieder? Kurz: Stabileres Signal durch den
Einsatz von 2 Empfängern mit jeweils eigener Antenne.

Und dann reicht es aber auch mit dem inflationären Ausgeben
von Geld...

Testaufbau

Der erste Test auf der grünen Wiese war ernüchternd. Zu Hause ließ
sich die Funkverbindung zwischen dem voll verkabelten Modell (MPX
Cularis mit Kamera, ELogger, OSD Pro, GPS und Videosender) und
den mittlerweile 2 Videoempfängern mit Patchantennen über die Ground
Station problemlos an das Notebook anschließen und das Kamerabild
aus dem Modell auf dem Monitor anzeigen.

Die Antenne wurde in ihrer Aufhängung getestet und die Nachführungs-
servos kalibiriert, damit das OSD weiß, welche Befehle es der Ground
Station geben muß, damit die Antennen auch auf den Flieger gerichtet
bleiben.

Nunja, auf der Wiese funktionierte es NICHT.

Aber ich meine, den Fehler gefunden zu haben und damit werde
ich in Kürze den ganzen Kram neu kalibrieren und zum erneuten
Test in den Garten schleppen.

Falls es interessiert, halte ich den geneigten Leser auf dem Laufenden.

Homepage | Begrüßung | FORUM | FMC Lichtenplatz | Suche Fluggelände! | Plastik-Modellbau | RC Modellbau | Ahnenforschung | HP-Historie | Kontakt | Impressum | Sitemap


Untermenü


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü